Terrorismus ungleich Islam/Weltreligion! #notinmyname

Über die Ausmaße der Grausamkeit des Attentats auf Charlie Hebdo brauchen wir nicht diskutieren.

Aufgrund von Karikaturen wurden zwölf Menschen kaltblütig umgebracht.

Der Anschlag ist widerwärtig und widerstrebt mir in jedem Sinne, ich kann es einfach nicht verstehen, wie Menschen zu Mördern werden können – vor allem dann nicht, wenn sie es angeblich aufgrund ihrer Religion tuen.

Und hier komme ich zum Punkt:

Mindestens genauso schlimm finde ich Menschen, die diese Tat dazu nutzen, um weiter gegen
den Islam zu hetzen. Ohne zu differenzieren, ob es normale Menschen wie Du und ich sind, welche eben gemäßigt und ganz normal ihrer Religion folgen.
Die große Mehrheit zieht nicht in den Krieg, um Andersgläubige abzuschlachten, oder ihnen den Glauben mit Gewalt aufzudrängen.
Die große Mehrheit betet wieder jeder Christ, Jude oder Buddhist für sich oder in gleichgesinnten Gruppen und tut keiner Fliege etwas zu Leide.

Doch diese Menschen sind es, die nun den Hass zu spüren bekommen.

„#islamkills“ musste ich bereits lesen oder von einer Bestätigung, um den Islam unter „Generalverdacht“ stellen zu können.

Es ist traurig, dass immer wieder neue Bauernopfer gefunden werden können.

Und nun verlinke ich – ich kann es selbst kaum glauben – die FDP:

Bitte klicken

Solidarität für die Opfer ist richtig, aber Hass gegen jeden Muslim auf der Welt, ist ein ganz, ganz falscher und brutaler Weg.

#notinmyname
#JeSuisCharlie

Extremisten bzw. Terroristen repräsentieren nicht eine Weltreligion, nur weil sie behaupten(!), sich darauf zu berufen und danach zu leben.
Angst, Terror und Gewalt predigen sie und nichts anderes.

Wacht auf, doch es ist einfach zu leicht, den Finger zu heben, nicht wahr?
Traurig.

Nachtrag:
Leider lese ich, dass sich eben noch mehr Deppen zu Wort gemeldet haben. Die CSU fordert Neuauflauge der Vorratsdatenspeicherung – wie immer. Doch wie ich gelesen habe, wurden die Terroristen bereits überwacht und waren nicht auffällig. Aber hauptsache mehr unnütze Überwachung gegen den normalen Bürger.
Hört auf, Schandtaten auf der Welt als Rechtfertigung herzunehmen, um eure eigenen Schandtaten gut zu heißen!

Staat = Bürger?

Ach Gott, scheinbar sind doch alle Menschen gleich.

Ich habe es nie vermutet, doch auch die Staatsoberen denken wie wir.

Der kleine Bürger ärgert sich, wenn seine Daten durch den Geheimdienst
ausgelesen werden.
Man ist gläsern und das ist auch gut so, nicht wahr?
Zumindest wenn man Vater Staat anhört, scheint es so zu sein.

Doch heute DIE Meldung, die mich glücklich machte:

Mitte November hat sich auch der Geheimdienstkoordinator im Kanzleramt, Klaus-Dieter Fritsche, im Bundestag beschwert, es könne nicht angehen, dass immer wieder als geheim eingestufte Informationen aus dem Sicherheitsbereich nach außen gelangten.

Gut, ich gebe zu, die Meldung ist schon ein paar Wochen alt, doch nun:

Nach Informationen des SPIEGEL soll bei der Staatsanwaltschaft Berlin bereits Anfang Dezember eine entsprechende Anzeige wegen des Verrats von Dienstgeheimnissen eingehen.

Endlich stellt es sich heraus: Auch im Staat arbeiten nur Menschen, die Geheimnisse geheim halten wollen.

Doch warum zum Teufel gönnt Ihr uns das nicht?
Warum müssen wir all unsere Daten preisgeben?
Warum dürfen wir keine Geheiminse mehr haben?
Warum seid Ihr (angeblich) bessere Menschen als wir?
WARUM?

Überwachung ist überall

Überwachung im Verkehrsmittel:
Die KFZ-Versicherung von Axa bietet eine App an, in der Fahrer
ihr gesamtes Fahrverhalten analysieren können.
Natürlich nur, um mehr Sicherheit und relevante Tipps geben zu können und so
Unfallgefahr zu reduzieren.
Über „Axa Drive Record“ ist es übrigens auch möglich, dass junge Fahrer bis 25 Jahre
ein Gerät ins Auto bauen lassen, welches sie beobachtet und bewertet.
Damit kann der Versicherungsbeitrag verringert werden.

Die Maut kommt und erfasst jeden. Bald ist es soweit. Und das BKA möchte selbstverständlich
wieder die Daten auswerten dürfen. Offiziell kein Thema, doch was der Bürger nicht weiß, macht
ihn nicht heiß.

S-Bahn und Bus werden sowieso dauerhaft überwacht, ob am Bahnhof oder

Überwachung beim Einkaufen:
Für jeden Bürger schon Normalität. Egal welcher Supermarkt, welches Kaufhaus, welche Bank:
Kameras überall. Was ich einkaufe, an welchem Regal ich mir in der Nase bohre oder wie oft ich Semmeln
ohne die Zange in meine Tüte packe – alles wird gefilmt. Jeder Kunde ist ein möglicher Dieb.

Überwachung am Arbeitsplatz:
In einigen Firmen oder Geschäften ist es leider auch normal, per Kamera gefilmt zu werden.
Doch auch normale Zeitschaltuhren dienen den Oberen. Alles nachvollziehbar. Arbeitsbeginn, Pause, Arbeitsende.

Überwachung an überwachungsfreien Orten:
Puh, keine Kamera, kein Polizist, niemand. Endlich in Ruhe mal das Handy einschalten und Nachrichten lesen.
Haha, wieder mal darauf reingefallen. Der Staat kann mitlesen, falls der es nicht tut, werten die aktivierten Apps den Rest aus.

Überwachung durch Polizei:
Nein, nicht nur durch die Polizei. Diese ist natürlich ein Bestandteil von Überwachung. Polizisten haben auch die Möglichkeit,
willkürlich eine Kamera an und auszuschalten. Angeblich, um vor Straftaten durch die Polizei zu verringern. Aber wohl doch eher,
um möglich Klagen gegen die Polizei aus dem Weg zu räumen. Einschüchterung rulez.

Überwachung daheim:
Der PC wird angeschaltet, es wird im Internet gesurfed, nebenbei telefoniert man vom Festnetz aus.
Kein Problem, der Anbieter schneidet alles mit.
Wer weiß, vielleicht sind noch ein paar (Staats-)Trojaner auf dem PC?
Falls nicht, gibt es ja noch Facebook.

Mittlerweile ist es ganz egal, wo und wann man irgendwo ist. Überwachung findet statt.
Täglich, stündlich, minütlich.
Ob vom Staat oder durch viele andere Institutionen, die datengeil geworden sind.
Alles wird gespeichert, ausgewertet und weiter verkauft.

Wer alles die eigenen Daten besitzt – keinen Schimmer.

Würde eine Person alle Daten über mich besitzen, würde diese Person wahrscheinlich mehr über mich
wissen, als ich selbst. Ich vergesse, Datensätze vergessen nichts.

Die Überwachung ist da, nur noch in einzelnen Händen.
So der Schein.